Besser Wohnen Auf Kleinem Raum: Wie Innenaccessoires Das Leben Erleichtern
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Ehrlich, ich habe schon so oft die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn ich sehe, wie Menschen ihre Wohnung mit unnötigen Dingen zustellen. Mein eigener Aha-Moment kam vor zwei Jahren, als mein Bruder für eine Woche zu Besuch war und ich wusste nicht, wohin mit meiner Gästematratze. Sie lag einfach quer im Wohnzimmer, ständig stolperte ich darüber, und von einem gemütlichen Abendessen war keine Rede. An diesem Abend beschloss ich: Meine Wohnung braucht Accessoires, die nicht nur hübsch aussehen, sondern echte Probleme lösen. Keine Deko-Figuren, sondern Möbel, die doppelt arbeiten. Mit einem guten Plan kann selbst eine 45-Quadratmeter-Wohnung fünf Gäste beherbergen, ohne dass es nach Chaos aussieht.
Das Herzstück vieler kleiner Grundrisse ist das Schlafsofa. Aber Vorsicht: Nicht jedes Modell taugt etwas. Wer nachts auf einer durchgelegenen Liegefläche aufwacht, hat am nächsten Tag einen schlechten Rücken und schlechte Laune. Ich rate zu einer Variante mit einem hochwertigen, durchgehenden Schaumstoff von mindestens zwölf Zentimetern Dicke. Besonders clever sind Modelle mit einem sogenannten Click-Clack-Mechanismus. Man zieht den Sitz einmal hoch, klappt ihn um, und schon liegt eine plane Fläche da. Die Rückenlehne wird dabei zur Liegefläche. Das geht schneller als jedes Aufblasbett und sieht tagsüber aus wie ein normales Sofa. In meiner Wohnung steht ein Exemplar mit grauer Velours-Polsterung, die Flecken gut verzeiht und nach zwei Jahren immer noch aussieht wie neu.
Wer denkt, ein Schlafsofa sei die einzige Lösung, irrt. Oft unterschätzt wird die Kombination aus Bett mit Stauraum und einem separaten Sitzmöbel. Wenn Sie ein Bettgestell mit integrierten Schubladen wählen, verschwinden darin Bettwäsche, Gästekissen und sogar Winterkleidung. Die Matratze darauf sollte aber kein Billigprodukt sein. Eine Schaummatratze auf einem Lattenrost mit verstellbaren Kopf- und Fußteilen gibt dem Rücken die nötige Unterstützung. Oben drauf legen Sie ein paar Kissen in unterschiedlichen Größen, und schon wirkt das Bett tagsüber wie eine gemütliche Sitzbank. An der Wand dahinter ein schmales Regal für Bücher und eine Lampe. Das sind die kleinen Stellschrauben, die aus einem reinen Schlafzimmer einen multifunktionalen Rückzugsort machen.
Manchmal reicht der Platz trotzdem nicht für ein richtiges Bett. Dann kommt der Ausziehcouch ins Spiel. Die gibt es heute in atemberaubender Vielfalt. Ich habe in einer Kundenwohnung ein Modell verbaut, das am Tag eine schlanke Zwei-Sitzer-Couch war und nachts durch Herausziehen einer zweiten Liegefläche fast eine Meterachtzig breit wurde. Der Clou: Der Auszug funktioniert über ein praktisches Metallsystem, das mit einem einfachen Ruck nach vorne gleitet. Die Matratze im Inneren ist meistens eine Faltmatratze, die aber erstaunlich bequem sein kann, wenn sie aus drei separaten, dicken Schaumstoffblöcken besteht. Für den Alltag bedeutet das: Sie haben tagsüber eine elegante Sitzgelegenheit mit Samtbezug, die Ihren Raum nicht überfrachtet, und abends ein Gästebett, das nicht nach Campingplatz aussieht.
Nun zum großen Thema Stauraum. Was nützt die schönste Auszieh-Couch, wenn die Decken und Kissen daneben im Regal verrotten und Staub fangen? Ich empfehle, unter jede Sitzfläche und unter jedes Bett Hohlräume zu nutzen. Viele moderne Sofas haben einen integrierten Bettkasten. Sie heben die gesamte Sitzfläche an, und darunter liegen Bettdecken, Laken und sogar ein zweiter Satz Kissen. Das ist pure Magie für Leute, die keine Gästekammer haben. Achten Sie aber darauf, dass der Kasten mit Gasdruckfedern ausgestattet ist. Sonst stemmen Sie sich jedes Mal wie ein Gewichtheber gegen die Platte. Eine dünne Auflage aus Kork oder Filz auf dem Boden schützt die Möbelkufen und verhindert hässliche Kratzer auf Ihrem Parkett.
Ein Problem, das viele unterschätzen, ist die Optik von Schlafsofas im Alltag. Tagsüber sollen sie einladend wirken, abends funktional sein. Hier hilft die Wahl des Bezugsstoffes. Eine Velourspolsterung sieht edel aus und fühlt sich weich an, hält aber auch starke Beanspruchung aus. Ich habe bei meinem eigenen Modell bewusst einen hellgrauen Velours gewählt. Flecken von Rotwein oder Kekskrümeln lassen sich mit einem feuchten Tuch schnell abtupfen, ohne dass ein Rand bleibt. Die meisten Bezüge sind heutzutage abnehmbar und waschbar. Das ist ein Riesenplus, denn gerade bei Übernachtungsgästen passiert schnell ein Malheur. Wenn Sie Kinder oder Haustiere haben, greifen Sie besser zu einem Mikrofaserstoff. Der ist noch pflegeleichter und oft günstiger.
Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen wollen, kombinieren Sie mehrere Alltagsmöbel zu einer Einheit. Ein niedriger Couchtisch mit einer Klappfunktion kann beispielsweise aufgeklappt einen Esstisch für vier Personen bieten. Ein Hocker mit Deckel dient als Sitzgelegenheit, Fußablage und Aufbewahrungsbox für Decken. Die Innenraum-Accessoires werden so zu Workern, die das Leben auf engem Raum entspannen. Bedenken Sie immer den Rhythmus Ihres Tages: Sie stehen auf, das Bett wird zur Bank. Sie frühstücken, der Tisch wird zur Ablage. Sie bekommen Besuch, die Couch wird zum Bett. Jeder Gegenstand hat mehrere Rollen, genau wie ein guter Schauspieler. Und das Beste: Diese Möbel kosten nicht mehr als ein normales Designerstück.
Ich gebe zu, ich war anfangs skeptisch. Zu oft hatte ich zu Hause Möbel gesehen, die nur mittelmäßig funktionierten. Aber nach meiner eigenen Recherche und einigen Fehlkäufen habe ich gelernt, worauf es ankommt. Prüfen Sie vor jedem Kauf die Lattenrost-Qualität. Bei einem Schlafsofa muss der Rahmen stabil sein, am besten aus massivem Holz oder einem dickwandigen Metallprofil. Ein an der Armlehne verrät sofort die Verarbeitung. Messen Sie Ihren Flur aus. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das neue Möbelstück nicht durch die Tür passt. Nehmen Sie die Maße von Türstöcken und Aufzugskabinen genau. Mit diesen Kenntnissen wird jeder Quadratmeter in Ihrer Wohnung zum Gewinn und das Thema Gästebett zum Kinderspiel.